Alarmübung in Walldorf

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Die Rolle des Rettungsdienstes übernahm die OV Trebur bei einer gemeinsamen Alarmübung von Feuerwehr und DRK OV Walldorf. Es galt, drei Verletzte zu versorgen, die teilweise aus Fahrzeugen gerettet werden mußten.

DRK Trebur übernimmt Rolle des Rettungsdienstes

WALLDORF (bh). Am 27.04.06 unterstützte die Bereitschaft der OV Trebur die Freiwillige Feuerwehr Mörfelden/Walldorf sowie die OV Walldorf bei einer Übung. Zur realitätsnahen Unfalldarstellung war ein Mim-Trupp anwesend. Die Bereitschaft aus Trebur übernahm bei dem Übungsszenario die Rettungsdienstkomponente.

Zum Szenario: Nachgestellt wurde ein Verkehrsunfall mit 2 beteiligten Pkws. Eine Verletzte wurde aus einem PKW herausgeschleudert (Patientin 1). Verletzte Nummer 2 befand sich beim Eintreffen der Rettungskräfte noch im berennenden Fahrzeug und Verletzte Nummer 3 war in ihrem PKW eingeklemmt.

Um 19:22 begann das Übungsszenario mit der Alarmierung der Rettungskräfte über die Zentrale Leitstelle Groß-Gerau. Zu den ersteintreffenden Fahrzeugen gehörte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Mörfelden-Walldorf, die Ortsvereinigung und der RTW 99/83 aus Trebur. Dieser diente als 96/83 (Hauptamtlicher RTW aus Mö.-Wa.).

Zur gleichen Zeit wurden ein NEF und ein RTW aus Groß-Gerau alarmiert, in diesem Übungsszenario dargestellt durch den Kommandowagen 99/10 und den RTW 99/84 aus Trebur.

Die ersteintreffenden Rettungskräfte übernahmen die Primärsichtung, das heißt sie verschafften sich einen Überblick (wie viel Verletzte gibt es, wie schwer sind sie verletzt, usw.). Ebenso wurde die erste medizinische Versorgung eingeleitet.

Da zu Beginn des Übungsszenarios noch nicht ausreichend medizinisches Rettungspersonal am Unfallort anwesend war (zwei RTWs und drei Patienten), mussten sich die Kräfte auf die Verletzten aufteilen. Nach den Eintreffen der letzten Rettungsfahrzeuge (99/10 und 99/84) konnte jedem RTW eine Patientin zugewiesen werden.

Patientin 1 wurde aus einem PKW herausgeschleudert. Sie wurde von der Besatzung des RTWs aus Walldorf medizinisch versorgt. Die Verletzte erlitt durch den Unfall eine offene Oberschenkelfraktur. In der weiteren medizinischen Versorgung erhielt die Patientin Schmerzmedikamente und das Bein wurde stabilisiert.

Patientin 2 musste erst aus dem brennenden PKW befreit werden. Danach konnte die FFW den Brand löschen. Die Verletzte wurde von einem Besatzungsmitglied des 99/83 erstversorgt. Anschließend übernahm das Team des 99/84 die Patientin, welche eine Gesichtsverletzung von dem Unfall davontrug. Nach Absprachen mit dem Notarzt wurde der Patientin eine Fixierung der Halswirbelsäure angelegt. Um ein Auskühlen zu vermeiden wurde das Unfallopfer in den RTW verbracht.

Patientin 3 wurde von der Besatzung des 99/83 betreut und versorgt, sowie dem Notarzt und Rettungsassistenten des NEF (99/10). Nach Zugang durch die Beifahrertür wurde ein grober Bodycheck durchgeführt. Die Patientin war ansprechbar, hatte Thoraxschmerzen und war im Fußraum eingeklemmt. Die Vitalwerte befanden sich im Grenzbereich. Sie erhielt einen venösen Zugang und ein Schmerzmittel. Anschließend wurde in Absprache mit der Feuerwehr die technische Rettung durchgeführt. Während die FW die Fahrertür öffnete und abtrennte, die Frontscheibe und das Dach entfernte, wurde die Patientin kontinuierlich von einem RD-Mitarbeiter betreut, der auch dafür sorgte, daß sie ausreichend durch Helm und Decken vor z.B. Glassplittern geschützt wurde. Nach ausreichendem Zugang von beiden Seiten wurde der Patientin ein Stiffneck (zur Fixierung der Halswirbelsäule) angelegt. Nach Beendigung der technischen Rettung konnte die Patientin aus dem Auto gehoben und auf die bereitstehende Trage mit Vacuummatraze gelegt werden.

Zur Nachbesprechung und körperlichen Stärkung ging es am Ende der Übung zurück zum Feuerwehrstützpunkt Walldorf. Alle beteiligten Kräfte (FW, OV RD, Mimtrupp) waren sehr zufrieden mit dem Übungsablauf.