''Das ist 'ne Menge Arbeit!''

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Auch schon Routine: Die alljährliche Jahreshauptversammlung der Ortsvereinigung.

DRK Trebur blickt zurück auf ein erfolgreiches Jahr

GEINSHEIM(ml). Auch das gehört zum Vereinsleben: die alljährliche Jahreshauptversammlung, in der Abschlußberichte und Wirtschaftspläne vorgetragen, der Vorstand entlastet und evtl. Neuwahlen abgehalten werden. Ein wichtiges Instrument des Vereins zwar, das aber gerade von jüngeren Aktiven gerne "umgangen" wird. Trotz dieses Umstandes waren die Treburer Aktiven bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung zahlreich vertreten. Auch zahlreiche Fördermitglieder, Vertreter des Kreisvorstandes und der Presse waren erschienen.

Anneliese Hartl wurde für 25 Jahre Fördermitgliedschaft geehrt. Für die Ehrung 40jähriger Fördermitgliedschaft reihten sich Paul Erdmann, Ernst Erdmann, Christa Ziomek, Winfried Ickler, Fritz Rühl, Ernst Schorsch, Walter Baar und Rudolf Kutsch in einer regelrechten "Warteschlange" vor Uwe Krumb und Jürgen Kraft auf. Christa Ziomek verkündete dabei: "Ich war jetzt lange genug Fördermitglied - Ihr könnt schon mal überlegen, wie ihr mich aktiv einsetzen könnt!". Für ihre aktive Tätigkeit in der Ortsvereinigung wurden Monja Preßler (5 Jahre) und Bereitschaftsleiter Sönke Lase (20 Jahre) geehrt.

Wie der Vorsitzende Uwe Krumb in seinem Bericht mitteilte, hat sich der Vorstand im Jahr 2001 auf vier Sitzungen beschränkt. Dies war nach seinen Worten nur möglich, weil der Vorstand hervorragend zusammenarbeitet - und es geschah vor allem im Hinblick darauf, daß etliche der Treburer Aktiven gleichzeitig Funktionen auf Kreisebene bekleiden, die ihnen eine hohe Sitzungsfrequenz abverlangen.

Zentrales Thema seit mehreren Jahren ist die Platzsituation im DRK-Heim: Bauzustand des Hauses sowie der Platz in der Fahrzeuggarage bieten Anlaß für Verbesserungswünsche, obwohl man der Gemeinde dafür zu Dank verpflichtet sei, daß die Unterkunft nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern auch alle laufenden Kosten übernommen würden.

Christel Simon (Sozialarbeit), Sönke Lase (Bereitschaft) und Nadja Krämer (Jugendrotkreuz) berichteten jeweils über die Arbeit in ihren Ressorts. Der rote Faden, der sich durch alle Berichte zog, wurde von Uwe Krumb dabei nach jedem Bericht entsprechend kommentiert: "Das ist 'ne Menge Arbeit, die da im Jahr geleistet wird".

Insgesamt 4.700 Stunden verbrachten die derzeit 25 Aktiven der Einsatzabteilung auf 18 Ein- sätzen und 25 Sanitätsdiensten, 13.120 km fuhren die Einsatzfahrzeuge im Dienst der Bevölkerung. Bemerkenswert waren hierbei vor allem die erstmals 2001 durchgeführte 24-Stunden-Übung sowie der Einsatz im AWH Gustavsburg, wo zum ersten Mal die volle Einsatzkapazität des GW San gefordert war.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Horst Staengle, legte Wert auf die Feststellung, daß er nicht nur als Gemeindevertreter, sondern vor allem als Rotkreuzmitglied erschienen sei. Er zeigte sich sehr angetan vom Engagement und der Arbeitsleistung der Treburer Ortsvereinigung und bat darum, daß die Arbeit in gleicher Weise auch zukünftig fortgeführt werde. Der Kassenbericht von Schatzmeister Bernd Seemann zeigte im Abschluß 2001 vor allem eine Tendenz: In fast allen Bereichen wurden mehr Einnahmen erzielt und weniger Ausgaben nötig als angenommen. Insgesamt hatte der Jahreshaushalt 2001 ein Volumen von 84.000,00 DM, wovon 64% durch Investitionen beansprucht wurden. Lediglich 22% der Einnahmen stammen aus den Beiträgen der Fördermitglieder, der Rest mußte durch Spenden, Zuschüsse und im Falle der KFZ-Investitionen durch den Verkauf eines Mannschaftswagens, der durch einen zweiten RTW ersetzt wurde, finanziert werden.

Für das Jahr 2002 stellte Bernd Seemann einen Wirtschaftsplan vor, der bis auf geringfügige Verschiebungen im Investitionsbereich - hier soll in diesem Jahr weniger in Fahrzeuge, dafür mehr in die Unterkunft investiert werden - die gleichen Zahlen aufwies.

Winfried Ickler, seit vierzig Jahren Fördermitglied der Ortsvereinigung Trebur und den Treburer Aktiven bestens bekannt durch zahlreiche gemeinsame Einsätze mit der Feuerwehr Trebur, wo er die Funktion des Atemschutzgerätewarts bekleidet, lockerte die Versammlung nicht nur zwischendurch immer wieder durch einen flotten Spruch auf, sondern überraschte die Aktiven am Ende der Sitzung mit einer kurzen Ansprache, in der er sich zum einen für die freundlichen Worte bedankte, die in Bezug auf die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Trebur in den Berichten angeklungen waren, aber auch den Internetauftritt der Ortsvereinigung lobte, der von der Feuerwehr und auch außerhalb sehr positiv aufgenommen werden. Anerkennende Worte hatte er auch für den Bereitschaftsleiter Sönke Lase, den er vor allem für die gute Zusammenarbeit verantwortlich machte und mit dem die Ortsvereinigung, seit er als "junger Pimpf" zur Gruppe dazugestoßen sei, einen steten Aufschwung erlebt habe.

Wir alle - aber vor allem der Bereitschaftsleiter und der Webmaster :-) - möchten uns an dieser Stelle nochmal für das Lob bedanken und versichern, daß uns die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Gemeinde Trebur ebenso erfreut wie wir dankbar dafür sind!