80 Jahre Rotes Kreuz in Trebur

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80 Jahre Treburer DRK-Geschichte präsentiert die Ortsvereinigung sechs Wochen lang im Rathaus. Zum Auftakt gabs nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch die Einweihung eines neuen Rettungswagens und jede Menge Ehrungen ...

DRK eröffnet Ausstellung im Rathaus und weiht neuen Rettungwagen ein

TREBUR (ml). Der 8. Mai ist nicht nur in Bezug auf das Ende des 2. Weltkrieges ein historisches Datum, sondern auch der Geburtstag des Schweizer Kaufmannes und Rotkreuzgründers Henry Dunant. Es ist deshalb kein Zufall, daß das DRK Trebur dieses Datum wählte, um in feierlichem Rahmen auf 80 Jahre eigener Rotkreuzgeschichte in der Gemeinde Trebur hinzuweisen.
Eine Projektgruppe der Ortsvereinigung hatte hierzu in den vergangenen Wochen Bildmaterial und Dokumente gesichtet, langjährige Mitglieder befragt und Erinnerungsstücke zusammengetragen. Ergänzt durch zahlreiche Exponate der "Interessengemeinschaft zur Erhaltung historischer Rettungsgeräte" rund um Walter Kunz aus Mörfelden-Walldorf, bietet sich den Besuchern nun eine Ausstellung, die den gesamten Empfangsbereich des Treburer Rathauses einnimmt. Neben drei Infosäulen zu den Themen "Aufgaben des DRK Trebur", "Geschichte Henry Dunants" und "Geschichte des DRK Trebur" und der zum Rathausinventar gehörenden Vitrine, die mit zahlreichen Exponaten vom Verbandpäckchen bis hin zum EKG gut bestückt ist, lenken vor allem zwei Dinge den Besucherblick auf sich: Zum einen die historische Krankentrage, mit der um 1920 auf einem mit Rädern versehenen Holzgestell Patienten transportiert wurden, und zum anderen OV-Maskottchen "Martin S. Horn", eine Schaufensterpuppe, die in kompletter Einsatzbekleidung vor allem den Blick der jüngeren Besucher auf sich ziehen soll.
Die Arbeiten rund um die OV-Geschichte haben die Treburer DRKler auf den Geschmack gebracht: Mit Handzetteln und einem Infoplakat in der Ausstellung rufen sie die Mitbürger dazu auf, ihr Wissen, eventuell vorhandene Erinnerungen und Fotos mit dem DRK zu teilen.

Obwohl die Eröffnung der Ausstellung, die für sechs Wochen im Rathaus Trebur zu sehen sein wird, der Hauptgrund für die Veranstaltung war, gab es noch weitere wichtige Punkte auf der Tagesordnung: Die Ehrung von rund 30 fördernden und aktiven Mitglieden war in diesem Jahr etwas Besonderes, weil ein Großteil der geehrten Fördermitglieder mit 40 Jahren Mitgliedschaft das DRK Trebur schon sein "halbes Leben" begleitet und unterstützt.
Der Vorstand der Ortsvereinigung dankte in diesem Rahmen auch dem Vorsitzenden Uwe Krumb, der mit fast 21 Jahren Amtszeit als Vorsitzender der dienstälteste Vorsitzende der Vereinsgeschichte ist, und Monika Kraft, deren großes Engagement für verschiedenste Projekte der Öffentlichkeitsarbeit darin gipfelte, daß sie am Tag vor der Ausstellungseröffnung etliche Stunden beim Aufbau der Ausstellung verbrachte, anstatt ihren Geburtstag im Kreis der Familie zu feiern.

Ein zusätzliches Stück Sicherheit für die Bevölkerung stellt der Rettungswagen dar, dessen Schlüssel Uwe Krumb als weiteren Programmpunkt symbolisch an Bereitschaftsleiter Sönke Lase übergab. Der Mercedes Sprinter ersetzt den älteren der beiden bisherigen Rettungswagen, einen VW LT. Mit rund 300.000 Kilometern Fahrleistung ist das sehr günstig erworbene und vollständig aus Eigenmitteln finanzierte Fahrzeug zwar nicht mehr taufrisch, aber in einem sehr guten Zustand. Neben der moderneren Fahrzeugtechnik kommt dem DRK – und den Patienten – vor allem der größere Arbeitsbereich des Kofferaufbaus zu Gute.

Insgesamt wurde den ca. 80 Gästen ein rundes Programm mit zahlreichen Informationen rund ums DRK Trebur geboten. Grußworte des Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes, Hans Reinheimer, und der Gemeinde Trebur lobten die Arbeit des DRK in den vergangenen Jahrzehnten und stimmten darin überein, daß es sich bei der derzeitigen Gruppe um ein motiviertes und engagiertes Team handele, das bei Örtlichen Einsätzen, im Katastrophenschutz, der Jugendarbeit und der Sozialarbeit eine für die Gemeinde Trebur wichtige ehrenamtliche Arbeit leiste. Die Anerkennung der Bevölkerung zeige sich unter anderem darin, daß das DRK Trebur nach dem Turnverein der zweitgrößte Verein der Gemeinde ist.

Bei Kaffee und Kuchen wurden im Anschluß an das Programm zahlreiche Gespräche geführt, Erinnerungen ausgetauscht und Anekdoten aus der Rotkreuzgeschichte zum Besten gegeben.

Geehrt wurden:

Für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft: Jörg Simon
Für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft: Peter Simon, Ingrid Lauer
Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft: Jürgen Lehmann, Martin Lauer
Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft: Waltraud Gentz, Karlheinz Kraft

Für 40 Jahre fördernde Mitgliedschaft: Hans Arndt, Käthe Claus, Wilhelm Dörr, Heinz Ewald, Helmut Fückel, Richard Geil, Helga Haschert, Elfriede Hund, Walter Jost, Willibald Kinzl, Adele Klein, August König, Fritz Lösch, Heinrich Luley, Wolfgang Müller, Karl Roth, Erwin Traupel, Anneliese Wedel, Dora Wolf, Fritz Claus
Für 50 Jahre fördernde Mitgliedschaft: Hannelore Eismont