Tag 28: 2m-Funk

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2m-Funkgeräte eingebaut, Funkpulte programmiert

BAUSCHHEIM(ml). Wieder mal wurde in Bauschheim gearbeitet und nicht in Trebur, damit Stefan und Martin Lauer ungestört am ELW arbeiten konnten, während Ingrid Lauer auf Hendrik und Kevin aufpaßte. Dieses Mal allerdings ging der Plan nicht völlig auf: Beide Söhne waren mehr als quengelig, und wenn das Rütteln am Gartenzaun, das "Papa Arm!" und "Papa hoch!"-Schreien nichts mehr nutzte, gabs entweder herzzerreißendes Weinen oder nervenzerfetzendes Plärren. Mehr als einmal schien der Arbeitstag gelaufen, wenn sich keiner der beiden durch Ingrid oder Martin mehr ablenken ließ und Stefan im Geiste schon die Werkzeugkoffer wieder einräumte. Schließlich, nach dem Mittagsschlaf und dem Mittagessen, liefs dann besser für die beiden. Sie durften eine Weile im Fahrzeug spielen, und als dann eine Wanne zum Planschen und ein Gartenschlauch ins Spiel kamen, war der Tag gerettet ...
So wurde aus dem anstrengensten Bauschheimer Arbeitseinsatz auch gleichzeitig der längste - und in gewissem Sinne der erfolgreichste, denn wir können stolz verkünden: der Bereich "Funk" ist fertig!

Bis dahin wars aber ein steiniger Weg: Zuallererst funktionierten die teuer erstandenen Spezial-Stecker für die FuG 11 nicht. Sobald ein Stecker am Gerät angeschlossen wurde, ging das Gerät auf Sendebetrieb. Wie sich schnell herausstellte, sendete es Rufton II. Die Theorie: Das entsprechende Drähtchen im Kabel war das kürzeste in allen drei Steckern und deshalb wohl beim Anlöten zu heiß geworden. Isolierung geschmolzen, Massekontakt bekommen - fertig ... Also mußte in allen Steckern ein nicht benötigtes Drähtchen umgelötet werden. Problem eins gelöst.

Problem zwei: Das Funkpult zeigt nicht an, wenn auf einem 2m-Kanal gesprochen wird. Um dieses Problem zu lösen, mußte ein weiterer Draht umgelötet werden. Theoretisch hätte es nun gehen sollen, aber es ging nicht. Theorie: Das FuG 11 legt am betreffenden Pin 5 Volt an, wenn "Ruhe" ist, und geht auf Null Volt runter, wenn gesprochen wird. Das Funkpult arbeitet aber mit 12 Volt und hält die niedrigen fünf schon für ein "Sprechen"- Signal ... Hier konnte auf die schnelle keine Lösung gefunden werden, aber dass was getan werden muß, ist klar.

Danach gings eigentlich ganz gut: Die Geräte waren schnell eingebaut und angeschlossen, erste Sprachtests brachten schnell die richtige Einstellung für die Sendelautstärke der Pulte, und man konnte daran gehen, die endgültige Programmierung zu finden. Dabei stellte sich heraus, daß es praktischer wäre, wenn der Programmier- stecker im Gehäuse eingebaut wäre. Dann müßten bei zukünftigen Programm- Änderungen nicht alle Pulte wieder ausgebaut und aufgeschraubt werden. Also wurden in alle drei Gehäuse Löcher für die Stecker gefräst. Problem drei gelöst.

Problem vier. Der Handapparat des Pultes schaltet die Lautsprecher ab, wenn er aus der Mulde gehoben wird. Das kann beim Fahren, aber auch beim Verschieben der Computer- Tastatur schnell passieren, und zwar nicht durch Herausheben, sondern durch Verrutschen des Hörers nach Hinten. Lösung: Ein Teil des Randes der Einbau-Schale wurde ausgesägt und hochgebogen. Problem vier gelöst ...

Zum Schluß wurde noch der Drucker eingebaut und das Fahrzeug von allem nicht mehr benötigten Werkzeug- und Bauteile-Ballast befreit. Von jetzt an können wir ruhiger schlafen, denn obwohl noch immer nicht alles, was wir uns vorgenommen hatten, umgesetzt ist, ist das Fahrzeug trotzdem ab sofort einsatzbereit. Sobald die Treburer Aktiven eine erste Kurz-Schulung erhalten haben, kann der neue ELW eingesetzt werden!