Fasching '06: Großeinsatz

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Von wegen Weck, Worscht und Woi ...

Noch nie gabs auf einem Astheimer Umzug soviel fürs DRK zu tun


ASTHEIM (ml). Die Abkürzung "ASD" ist im DRK seit Jahren bekannt und bedeutet "Ambulante Soziale Dienste". Seit dem Faschingssonntag in Astheim könnte sie zumindest beim Treburer DRK auch für "Alkohol, Schlägereien und Drogen" stehen, denn das war - auch wenn wir uns vor dem Einsatz etwas völlig anderes gewünscht hatten - gewissermaßen das diesjährige Karnevalsmotto.

Erstmalig sollte in diesem Jahr die Feier nach dem Umzug nicht ausschließlich im Bürgerhaus stattfinden, sondern der ACA hatte sich eine Zweiteilung vorgenommen: Die Jugend, so war der Plan, würde sich auf dem Kerweplatz zu einer Open-Air-Veranstaltung einfinden, die bereits während des Zuges begann, während die "gesetztere" Narrenschar inklusive der Zugteilnehmer sich ins Bürgerhaus zurückzögen. Da das DRK Trebur nicht einschätzen konnte, inwieweit diese Abweichung von der jährlichen Routine sich auf die Einsatzhäufigkeit auswirken würde, wurde sicherheitshalber ein Rettungswagen mehr eingeplant als sonst. Neben der Verstärkung aus der OV Rüsselsheim, die wie jedes Jahr mit einem Rettungswagen und drei Einsatzkräften am Sanitätsdienst teilnahmen, lieh man sich noch einen Rettungswagen aus der Rettungswache Groß-Gerau. Die qualifizierte Besetzung des Fahrzeuges war dank der im letzten Jahr stark angestiegenen Helferschar in Trebur kein Problem.

Bereits vor Zugbeginn, während der Einsatzbesprechung in der bei 28 Einsatzkräften aus allen Nähten platzenden DRK-Unterkunft, bat die Rettungsleitstelle um Besetzung eines Rettungswagens für einen ersten Einsatz. Auf dem alljährlichen Gruppenfoto vor Einsatzbeginn fehlen deshalb drei Einsatzkräfte - sie leisteten bereits mit dem Rettungswagen 99/83 zum ersten Mal an diesem Tag notwendige Hilfe.

Die Anzahl der Hilfeleistungen während des Zuges selbst war dann nicht ungewöhnlich hoch: Rund ein halbes Dutzend Mal mußten die Einsatzkräfte helfen, versorgten kleine Schnittwunden oder transportierten stark alkoholisierte Personen ins Krankenhaus. Auffallend war bereits hier der geringe Altersdurchschnitt der Patienten: der größte Teil der zu Versorgenden war minderjährig, 15jährige PatientInnen keine Seltenheit. Der Satz, der am häufigsten fiel an diesem Tag war "Bitte nicht meine Eltern anrufen!".

Trotz alledem verlief der Umzug durchweg normal, und nach Zugende wurde wie jedes Mal der Einsatzleitwagen abgebaut, die Fahrzeugbesatzungen wurden so umsortiert, daß alle, die nach Hause wollten, mit den nicht mehr benötigten Einsatfahrzeugen in die Unterkunft zurückkehren und die "Dienstwilligen" auf den Rettungswagen den Sanitätsdienst am Bürgerhaus und Open Air aufrechterhalten konnten.

Warum dann plötzlich doch wieder alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte gebraucht wurden, steht auf der nächsten Seite ...