Wer eine Stunde länger schlief ...

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Unfall-PKW beförderte Gefahrgut

ASTHEIM(ml). Daß der Mimtrupp sich dieses Mal einiges mehr hatte einfallen lassen, um die Lage für das DRK Trebur zu verschärfen, war allen sofort klar, als fünf Minuten nach dem ersten Alarm, der den RTW 99/83 nach Groß-Gerau geführt hatte, bereits der zweite Alarm erfolgte. Dieses Mal rückte der Rest der OV Trebur mit allem, was noch da war, zu einem Verkehrsunfall aus. Da der RTW 99/83 in Bischofsheim und der KdoW 99/10 noch nicht einsatzfähig war, beschränkte sich der Zug auf den ELW 99/11, den MTW 99/19, den Gerätewagen 99/54 und den zweiten RTW 99/84. Zwei PKW waren frontal aufeinandergeprallt, die Insassen, insgesamt vier, zum Glück nicht allzu schwer verletzt. Erschwert wurde die Lage jedoch durch den Umstand, daß sich in einem der Unfallfahrzeuge Gefahrgut befand. Die Klassifikation wies auf "ekelerregende Krankenhausabfälle" hin, die wohl in der Lage waren, Übelkeit zu erzeugen, jedoch keine wirklichen gesundheitlichen Schäden hervorrufen sollten. Da die Behälter im abgetrennten Laderaum des Fahrzeuges lagerten und unbeschädigt waren, konnte die Rettung der Fahrzeuginsassen ohne größere Schwierigkeiten erfolgen. Um den Laderaum des Fahrzeuges machten die Helfer allerdings einen großen Bogen - im Ernstfall wäre hier die Alarmierung der Feuerwehr sicherlich angebracht gewesen, da es sich um eine Übung handelte, wurde allerdings darauf verzichtet. Schnell waren die drei Leichtverletzten versorgt und in den MTW zur Betreuung gebracht. Die Fahrerin des Gefahrgut-PKW hatte eine Unterschenkel-Fraktur und war dement- sprechend schwer aus dem Fahrzeug zu bekommen, eine Vakuumschiene konnte ihr erst im RTW angelegt werden. Zeitgleich trafen die Helfer von beiden Übungsaufgaben wieder in der Unterkunft ein, zufrieden mit der Auftakt-Leistung.