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Grillunfall

Mehrere Verletzte bei Grillparty durch Spiritus

GEINSHEIM(ml). Nach einigen Einsätzen zeichnete sich ein gewisses Muster ab: Auf einen "kleinen" Einsatz, bei dem nur ein RTW benötigt wurde, folgte meist ein großer, der die Mitarbeit aller HelferInnen mit allen Fahrzeugen erforderte. In diesem Fall war die angenommene Lage ein Grillunfall in der Geinsheimer Kleingartenanlage. Der Unfallhergang war nahezu klassisch: Einer der Feiernden hatte versucht, den Grill mit Spiritus anzuheizen und sich dabei schwer verbrannt. Einige Umstehende erlitten leichte Verbrennungen, einer war gerade dabei, Holz zu hacken, und verletzte sich vor Schreck mit der Axt am Bein.

Neben der größeren Verletztenzahl war eine Schwierigkeit bei diesem Einsatz die enge Zufahrt zum Gelände, die eine durchdachte Anfahrts- und Raumordnung erforderte. Der Kommandowagen als führendes Fahrzeug fuhr deshalb an der Unfallstelle vorbei, um den direkt folgenden Rettungswagen das Parken so dicht wie möglich an der E-Stelle zu ermöglichen. Der MTW wurde direkt dahinter abgestellt, um Leichtverletzte aufnehmen zu können, während der Gerätewagen am weitesten entfernt (ca. 200m) geparkt wurde. Bei Großschadenslagen holt man den Gerätewagen zwar üblicherweise dicht an die Stelle heran, an der das Material gebraucht wird, wenn jedoch wie hier keine Abfahrt der Rettungsmittel in eine andere Richtung möglich ist, sondern die Fahrzeug auf dem Weg rückwärts zurückkehren müssen, den sie gekommen sind, empfiehlt es sich, sperrige Fahrzeuge so weit wie möglich hinten zu parken, um sie im Bedarfsfalle aus dem Weg bringen zu können.

Der schwerverletzte Spiritus-Benutzer wurde großflächig in kühlende Tücher gewickelt und unter ständiger Kontrolle der Vitalwerte betreut, bis ein Abtransport möglich war. Die übrigen Leichtverletzten erhielten Zuspruch und die nötige Wundversorgung, lediglich der Patient mit der Beinwunde brauchte intensivere Behandlung. Zum Schluß hatte jeder RTW einen Schwer- und einen Leichtverletzten geladen, der fünfte Patient wurde im MTW abtransportiert.